Im Mailänder Stadtteil Isola wurde ein vergessenes Grundstück still und leise zu einem Gemeinschaftsgarten, Isola Pepe Verde, geformt durch Fürsorge statt durch Beton.
Dieses Wandgemälde trägt dieselbe Ruhe in sich. Helle Bäume erheben sich vor einem dunkelgrünen Hintergrund, während zarte weiße Blüten, eine kleine Eule und ein einzelner Hirsch langsam aus der Oberfläche hervortreten.
Das Bild wirkt beinahe schwebend. Nichts Dramatisches, nichts Überladenes. Nur schlanke Baumstämme, sanftes Licht und kleine Details, die entdeckt werden möchten. Der Wald scheint weniger gemalt als behutsam auf die Wand gesetzt worden zu sein.
Besonders auffällig ist die Zurückhaltung. Die Farbpalette bleibt fast vollständig bei Grün-, Weiß- und verblassten Gelbtönen, sodass Struktur und Rhythmus die Hauptrolle übernehmen. Die Komposition atmet, statt sich aufzudrängen.
Versteckt zwischen Espressobars, Verkehr und der ständigen Bewegung Mailands schafft das Wandgemälde einen unerwarteten Moment der Ruhe. Ein kleines Stück Stille in einer Stadt, die selten stillsteht.
Auf Textilien verlängerte der vertikale Rhythmus der Bäume die Silhouette auf natürliche Weise, während die sanften Farbübergänge dem Druck eine beinahe verblasste Leuchtkraft verliehen.
Ein Wald, der mitten in der Stadt still seinen Platz behauptet.
Fotografie von Philippe Pelsmaekers.
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