Entdeckt in einem Antwerpener Vintagegeschäft, das scheinbar alles verkaufte, hob sich diese gerahmte Vogelsammlung still vom umgebenden Chaos ab. Zarte Federn, verblasste Papierfragmente, botanische Skizzen, handschriftliche Notizen und sanfte Farblasuren fügten sich zu einer bemerkenswert ruhigen Komposition zusammen.
Gedämpfte Blautöne, weiche Grüntöne, warmes Elfenbein, verblasstes Braun und ein ausgesprochen selbstbewusster schwarz-rosa Vogel bilden eine Farbpalette, die zugleich fragil und überraschend modern wirkt.
Die Komposition bewegt sich zwischen wissenschaftlichem Archiv und persönlicher Leidenschaft. Unterschiedliche Papiere, verschiedene Formate und zahlreiche Vogelarten wurden sorgfältig hinter Glas zusammengeführt, ohne übertrieben kostbar zu erscheinen.
Das Geschäft selbst machte die Szene noch besser. Alte Möbel neben vergessenen Gegenständen, elegante Antiquitäten neben völlig absurden Fundstücken. Die Art von Ort, an dem Geschmack und Zufall problemlos nebeneinander existieren.
Auf Textilien sorgten die helleren Farbtöne und die schwebenden Zeichnungen für eine außergewöhnliche Leichtigkeit und Weichheit.
Manche Menschen sammeln Vögel. Andere sammeln offenbar ganze Welten.
Fotografie von Trui Vermeire.
Wir versuchen, Inhalte von Google Maps anzuzeigen
Inhalte von einer externen Website können zusätzliche Cookies setzen. Wenn Sie der Datenschutzrichtlinie von Google Maps zustimmen, können Sie den Inhalt hier sehen.