Entdeckt am Eingang eines kleinen Wohnkomplexes in Hongkong, vereint dieses Schild amerikanische Nostalgie, Nachbarschaftscharme, improvisierte Straßenästhetik, sanftes Neonlicht, freiliegende Kabel und lokale Handwerkskunst in einem einzigen leuchtenden Kreis.
Ein stilisierter Pickup schwebt über einer matten Oberfläche, umgeben von eisigen Blautönen, verblasstem Rot, sanftem rosa Neonlicht und verwittertem Holz, das bereits von Feuchtigkeit und Zeit gezeichnet ist. Daneben mischt sich ein altes Texaco-Schild unauffällig in die Szene ein. Völlig fehl am Platz. Völlig passend.
Der Pickup wirkt beinahe spielzeughaft. Auf einfache Linien und Farben reduziert, bewegt er sich zwischen Straßenwerbung, Kinderillustration und handgemachtem Geschäftsschild. Nichts wirkt geschniegelt. Nichts wirkt kommerziell. Genau deshalb funktioniert es so gut.
Amerikanische Straßenmythologie gefiltert durch die Ästhetik ostasiatischer Nachbarschaften. Warme tropische Luft trifft auf überraschend winterliche Grafiken. Freiliegende Kabel stehen neben leuchtenden Pastelltönen. Ein Charme, der vollständig aus Improvisation entsteht.
Die umliegenden Gassen tragen dieselbe Atmosphäre. Versteckte Garagen, kleine Werkstätten, enge Durchgänge, handgemachte Schilder und visuelle Welten, die still hinter größeren Straßen und Hochhäusern existieren. Kein Reiseziel. Eher eine zufällig entdeckte Ecke, die erhalten geblieben ist.
Auf Textilien erzeugten das weiche Neonlicht und die vereinfachten grafischen Formen eine überraschend sanfte Komposition. Verspielt, nostalgisch und leicht surreal.
PICKUP fühlt sich weniger wie ein Schild an als wie eine lokale Erinnerung, die jemand vergessen hat zu entfernen.
Fotografie von Alexander Pelsmaekers.
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