Entdeckt in Kopenhagen in einem Geschäft, das inzwischen verschwunden ist, verwandelt dieses Kunstwerk das klassische Stillleben in etwas Rohes, Grafisches und überraschend Lebendiges.
Leuchtend rote Blumen breiten sich über eine dunkle Oberfläche aus, begleitet von herablaufender Farbe, scharfen Ästen, verstreuten Farbspritzern und einer hellblauen Vase mit schwarzen Katzen.
Zwischen Eleganz und Spontaneität bleiben die kräftigen Pinselstriche sichtbar. Farbe läuft über die Oberfläche. Die floralen Formen lösen sich in instinktive Gesten auf, statt perfekte Arrangements zu bilden. Kräftige Rottöne, leuchtendes Orange, tiefes Schwarz und strahlendes Grün schaffen eine Farbpalette, die verspielt und intensiv zugleich wirkt.
Nichts erscheint übermäßig kontrolliert. Die Komposition bewegt sich ständig zwischen Raffinesse und Unterbrechung, zwischen dekorativer Schönheit und ausdrucksstarker Unordnung. Selbst die Katzen auf der Vase wirken leicht unbeeindruckt von der gesamten Szene.
Das Verschwinden des Geschäfts wurde Teil des Bildes selbst. Ein lebendiges Kunstwerk, das einen Ort überlebt hat, der nicht mehr existiert. Zum Glück kamen wir rechtzeitig.
Auf Textilien lässt der dunkle Hintergrund die Farben beinahe eigenständig leuchten, während die unregelmäßigen Gesten und geschichteten Farbstrukturen Bewegung im Kleidungsstück erzeugen.
FELIX wurde zu einer Kollision aus Farbe, Instinkt und Atmosphäre, ausdrucksstark, lebendig und vielleicht ein wenig zu selbstbewusst für ein traditionelles Blumenstillleben.
Fotografie von Philippe Pelsmaekers.
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